Was der Rechner ausrechnet
Der Rechner teilt die jährlichen Kosten Ihrer Praxis durch die Stunden, in denen tatsächlich behandelt wird. Das Ergebnis sind die Kosten pro Behandlungsstunde: der Betrag, den jede produktive Stunde einbringen muss, damit die Kosten gedeckt sind. Rechnen Sie Ihren Unternehmerlohn hinzu, erhalten Sie den Mindest-Honorarumsatz pro Stunde, also den Umsatz, ab dem Kosten und Unternehmerlohn zusammen gedeckt sind.
Beide Werte zeigt der Rechner auch pro Minute und, bei mehreren Behandlungszimmern, je Zimmer und Jahr. Euro-Ergebnisse einer Division sind kaufmännisch auf volle Cent gerundet; Summen und Stunden zeigt der Rechner exakt, so dass Sie jede Zeile mit einem Taschenrechner nachrechnen können.
Die Formeln
- Gesamtkosten
- = Personalkosten + Raumkosten + Material und Labor + sonstige Kosten + Finanzierung und Abschreibungen
- Produktive Stunden je Behandlungszimmer
- = Arbeitswochen × Behandlungstage pro Woche × Behandlungsstunden pro Tag × Auslastung in % ÷ 100 (oder Ihr direkt eingetragener Wert)
- Produktive Stunden der Praxis
- = produktive Stunden je Behandlungszimmer × Anzahl der Behandlungszimmer
- Kosten pro Behandlungsstunde
- = Gesamtkosten ÷ produktive Stunden der Praxis
- Mindest-Honorarumsatz pro Stunde
- = (Gesamtkosten + Unternehmerlohn) ÷ produktive Stunden der Praxis
- Pro Minute
- = Gesamtkosten bzw. (Gesamtkosten + Unternehmerlohn) ÷ (produktive Stunden der Praxis × 60)
- Je Behandlungszimmer und Jahr
- = (Gesamtkosten bzw. Gesamtkosten + Unternehmerlohn) ÷ Anzahl der Behandlungszimmer
Welche Zahlen Sie eintragen
Das Ergebnis ist nur so genau wie Ihre Zahlen. Am verlässlichsten sind die EÜR bzw. der Jahresabschluss des letzten Jahres oder die betriebswirtschaftliche Auswertung Ihrer Steuerberatung. Tragen Sie Jahresbeträge ein. Leere Kostenfelder zählen als 0. Material- und Laborkosten sind optional: Kosten, die Sie Patienten gesondert berechnen, gehören nur dann hinein, wenn sie über das Honorar pro Stunde gedeckt werden sollen.
Als Behandlungsstunden zählen nur Stunden, in denen honorarfähig behandelt wird. Die Auslastung in Prozent berücksichtigt Leerlauf, ausgefallene Termine und Zeit ohne Patient am Stuhl. Wenn Sie Ihre produktiven Stunden aus der Praxissoftware kennen, tragen Sie sie direkt ein.
Bei mehreren Behandlungszimmern nimmt der Rechner an, dass jedes Zimmer gleich viele produktive Stunden hat. Arbeiten mehrere Behandler gleichzeitig, tragen Sie die Zahl der gleichzeitig genutzten Zimmer bzw. Behandler ein.
Was der Rechner nicht leistet
Der Rechner ist eine Rechenhilfe und keine Steuer- oder Unternehmensberatung. Er rechnet ausschließlich mit den Beträgen, die Sie eingeben: keine Steuern, keine Vergleichswerte, keine Gebührensätze. Er sagt nicht, welches Honorar angemessen ist oder abgerechnet werden darf. Für Entscheidungen über Honorare, Investitionen oder Personal sprechen Sie mit Ihrer Steuerberatung.
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