Bisshebungs-Checkliste (VDO-Planer)

Geben Sie Ihre Messwerte ein. Die Checkliste vergleicht sie mit den Anhaltspunkten, die Dr. Hajtó in seinem Bisshebungskurs lehrt, und zeigt die Quelle zu jedem Wert.

Planungshilfe, keine Diagnose oder Therapieempfehlung.

Ersetzt keine Funktionsanalyse, Modellanalyse oder klinische Entscheidung.

Messwerte und Planung

Ergebnis je Kriterium

Frontzahnlänge: Shimbashi-Regel

Anhaltspunkt: 19 ± 1 mm (18–20 mm) von der Schmelz-Zement-Grenze des OK-1ers bis zur Schmelz-Zement-Grenze des UK-1ers, gemessen im Schlussbiss.

nicht eingegeben

Lehrinhalt Dr. Hajtó: Bisshebungskurs 2026, Kapitel „Bisshebung Anhaltspunkte“ · zum Kurs

Sichtbarkeit der OK-Schneidekante in Ruhe

Anhaltspunkt: 0,5–3,5 mm Sichtbarkeit der OK-Schneidekanten bei entspannter Lippe.

Abhängig von Alter, Geschlecht, Lippenlänge, Abrasionsgrad und skelettaler Basis.

nicht eingegeben

Lehrinhalt Dr. Hajtó: Bisshebungskurs 2026, Kapitel „Bisshebung Anhaltspunkte“ · zum Kurs

Position der UK-Schneidekante

Anhaltspunkt: UK-Schneidekante 1–1,5 mm oberhalb der Lippenspalte.

nicht eingegeben

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Klinische Kronenlänge der Seitenzähne (5er/6er)

Anhaltspunkt: 6–7 mm klinische Kronenlänge 5er/6er.

Cave: sekundäre Eruption und Weichgewebsveränderungen.

nicht eingegeben

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Geplante Bisshebung inzisal: 5-mm-Grenze

Bisshebung bis 5 mm (inzisal) gilt als sicher; das System adaptiert. Leichte vorübergehende Symptome sind möglich, meist selbstlimitierend.

Umrechnung am FRS (Lehrinhalt Dr. Hajtó): 1 mm an den Frontzähnen ≈ 1° Rotation; 2 mm am Stützstift ≈ 1° Rotation.

nicht eingegeben

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Literatur:

Hinweise

Funktion: nicht eingegeben · Methode: nicht eingegeben

Keine Hinweise zu Ihren Angaben.

Roter Faden: Bisslageveränderung in 7 Schritten

  1. Jeden Patienten screenen, um mögliche funktionelle Probleme zu erkennen.
  2. Bei Verdacht auf eine veränderte Bisslage (verschoben, abgesunken): Funktionsanalyse und Vorbehandlung mit Aufbissschiene.
  3. Modellanalyse: erkennen und anzeichnen, in welche Richtung die Zähne verändert werden sollen.
  4. Ende der Schienenvorbehandlung: Zeigt der Patient auf der Schiene bei 2 oder 3 Kontrollen reproduzierbar stabil identische Kontakte, ist er muskulär entspannter und fühlt sich subjektiv wohl, ist die therapeutische Bisslage erreicht.
  5. Registrierung der neuen Bisslage: Der Patient kommt morgens mit der Schiene im Mund; Kontakte nochmals prüfen.
    • a) Keine Bisserhöhung nötig: so nah wie möglich an der derzeitigen Vertikalen registrieren, entweder hält der Patient die Position am ersten Kontakt, oder mit Leaf Gauge bzw. anteriorem Jig so minimal wie möglich sperren. Registrat mit Luxabite, ggf. Kontrollregistrat; aktuelle Scans bzw. Abformungen.
  6. Okklusalaufbauten: im Labor hergestellt und im Mund fest verklebt; Okklusionskontrollen und Feinjustierung auf den Aufbauten, T-Scan. Sie dürfen minimal höher sein als die spätere Vertikale, damit noch eingeschliffen werden kann.
  7. Prothetische Versorgung: Der Patient kann nun wie ein habitueller Patient versorgt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
    • quadrantenweise
    • seitenweise
    • erst Seitenzähne, dann Frontzähne (oder umgekehrt)
    • 4 Molaren (OK/UK), 4 PM, 4 M, 4 PM
    • ganzer OK, ganzer UK (Registrat mit anteriorem Jig auf den OK/UK-1ern)
    • alle Zähne zusammen (sequenzielles Registrieren)

Lehrinhalt Dr. Hajtó: Bisshebungskurs 2026, Kapitel „Bisslageveränderung Zusammenfassung“ · zum Kurs

Zeitplanung

  • Schiene: 2–3 Monate
  • Okklusalaufbauten: 2–3 Monate

Gedruckte Okklusalaufbauten: nicht länger als 6–12 Monate im Mund (gilt für gedruckte Aufbauten).

Lehrinhalt Dr. Hajtó: Prothetikkurs 2026, Kapitel „Planung“ · zum Kurs

Lehrinhalt Dr. Hajtó: Bisshebungskurs 2026, Kapitel „Okklusalaufbauten LZP“ · zum Kurs

So funktioniert die Checkliste

Jedes Kriterium wird einzeln mit seinem Anhaltspunkt verglichen und als „im Bereich“, „darunter“, „darüber“ oder „nicht eingegeben“ angezeigt. Ein Wert genau auf einer Grenze (z. B. 0,5 oder 3,5 mm) zählt als im Bereich; eine geplante Hebung von genau 5 mm löst die Warnung nicht aus.

Kriterien: der Shimbashi-Abstand von Schmelz-Zement-Grenze zu Schmelz-Zement-Grenze im Schlussbiss (18–20 mm), die Sichtbarkeit der OK-Schneidekante in Ruhe (0,5–3,5 mm), die UK-Schneidekante über der Lippenspalte (1–1,5 mm), die klinische Kronenlänge der 5er/6er (6–7 mm) und die geplante Bisshebung inzisal (Warnung über 5 mm). Zum Shimbashi-Abstand zeigt die Checkliste die Hebung, die sich aus diesem Kriterium ergibt; zur geplanten Hebung die ungefähre Rotation nach Dr. Hajtós Faustregel.

Die Checkliste rechnet nichts zusammen: Sie berechnet keine kombinierte „ideale“ Bisshebung und rechnet die fehlende Kronenlänge am Seitenzahn nicht in einen Wert an den Schneidezähnen um.

Woher die Werte stammen

Die Anhaltspunkte stammen aus den Kursen von Dr. Jan Hajtó (gekennzeichnet als „Lehrinhalt Dr. Hajtó“, mit Kurskapitel). Wo die Literatur andere Werte nennt, gilt Dr. Hajtós Wert. Arbeiten, deren Abstract übereinstimmt, stehen mit PMID dabei.

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Häufige Fragen

Was prüft die Bisshebungs-Checkliste?

Fünf Messwerte: den Shimbashi-Abstand von Schmelz-Zement-Grenze zu Schmelz-Zement-Grenze (19 ± 1 mm), die Sichtbarkeit der OK-Schneidekanten bei entspannter Lippe (0,5–3,5 mm), die UK-Schneidekante über der Lippenspalte (1–1,5 mm), die klinische Kronenlänge der 5er/6er (6–7 mm) und die geplante Bisshebung inzisal (Warnung über 5 mm). Dazu kommen Hinweise zu funktionellen Auffälligkeiten, zum Dahl-Prinzip und zu gedruckten Okklusalaufbauten, die sieben Schritte und die Zeitplanung.

Wie wird der Shimbashi-Vorschlag berechnet?

Dr. Hajtó lehrt 19 ± 1 mm von der Schmelz-Zement-Grenze des OK-1ers bis zur Schmelz-Zement-Grenze des UK-1ers im Schlussbiss. Für einen gemessenen Abstand x zeigt die Checkliste eine Hebung um (18 − x) bis (20 − x) mm, nie unter 0. Ab 20 mm ergibt sich nach diesem Kriterium keine Hebung. Es ist ein Kriterium unter mehreren (18–20 mm), kein Idealwert.

Was bedeutet die 5-mm-Grenze?

Dr. Hajtó lehrt, dass eine Bisshebung bis 5 mm inzisal als sicher gilt. Abduo und Lyons (2012) halten im Abstract eine Erhöhung um maximal 5 mm für vertretbar. Über 5 mm zeigt die Checkliste eine Warnung.

Wie viel Grad Rotation entspricht einer Hebung?

Dr. Hajtós Faustregel am FRS: 1 mm an den Frontzähnen ≈ 1° Rotation, 2 mm am Stützstift ≈ 1° Rotation. Zur geplanten Hebung inzisal zeigt die Checkliste die ungefähre Gradzahl.

Warum zeigt die Checkliste keine ideale Bisshebung?

Die Kriterien beschreiben Verschiedenes: die Frontzahnlänge, die Schneidekanten, die Seitenzahnkronen und eine Sicherheitsgrenze. Jedes wird einzeln gezeigt; die Entscheidung bleibt bei der klinischen Planung mit Funktions- und Modellanalyse.

Wie lange dauern Schienen- und Aufbauphase?

Dr. Hajtó plant 2–3 Monate für die Schiene und 2–3 Monate für die Okklusalaufbauten. Gedruckte Okklusalaufbauten sollten nicht länger als 6–12 Monate im Mund bleiben; Doumit et al. (2025) fanden bei 352 gedruckten Restaurationen nach 24 Monaten bei 35 % Verschleiß über 0,5 mm.

Was gilt beim Dahl-Prinzip?

Dr. Hajtó lehrt: beim Dahl-Prinzip nicht mehr als 2 mm auf einmal heben (Gefahr der Zungeninterposition), nicht bei Kiefergelenksproblemen oder Zungendysfunktion; je jünger, desto schneller. Über 2 mm mit der Dahl-Methode zeigt die Checkliste eine Warnung.

Ersetzt die Checkliste eine Diagnose?

Nein. Planungshilfe, keine Diagnose oder Therapieempfehlung. Ersetzt keine Funktionsanalyse, Modellanalyse oder klinische Entscheidung.

Stand der Daten: 19.10.2026. Planungshilfe, keine Diagnose oder Therapieempfehlung. · Herausgeber: Munich Dental Academy